| Umwelt |
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Cuba wird nicht umsonst als „Grüne Insel“ betitelt: Selbst im Vergleich zu den anderen Antillen ist die Menge an Tier- und Pflanzenarten und beeindruckenden Landschaftsformen gewaltig. Dabei werden exotische Naturschönheiten in allen Farben und Formen geboten, von Fledermausschwärmen bis zu schillernden Korallenriffen.Allein die 4000 km lange Küste, die oft mit Kalkzacken bekrönt ist, ist eine Augenweide. Über 400 Badestrände mit feinem weißen Sand vor türkisblau glitzerndem Meer laden zur Entspannung ein. Doch auch unter Wasser bietet sich dem Auge mit farbenprächtigen Korallenriffen gigantischer Ausmaße ein einzigartiges Bild. Cubas Riffe gelten als die besten Tauchreviere in der Karibik. Spanische Galeonen oder gesunkene U-Boote bilden mit Schildkröten, Haien, Rochen, Barrakudas, Papageienfischen und den vielen anderen der fast 900 Fischarten eine einzigartige Meereskulisse. Während noch Ende des 15. Jahrhunderts Cuba durch eine einzige Waldfläche bedeckt worden ist, sind es heute noch etwa 20%. Ansonsten sind alle möglichen Landschaftstypen vertreten: Der geologische Untergrund besteht aus Kalksteinfelsen, weshalb sehr viele Höhlen zu entdecken sind. Im Innenland werden die vielen Tiefebenen aufgrund der klimatisch idealen Bedingungen insbesondere im Westen für Tabakplantagen, im Osten für Zuckerrohrplantagen genutzt. Auch die rote, tonige Erde Cubas bietet ein imposantes Bild. Interessant ist dabei die Vielschichtigkeit der Landschaft, von Sümpfen und Tieflandebenen mit vielen flachen Flüssen ist bis zu den weißen Stränden alles zu haben. Auch Wanderer kommen auf ihre Kosten, da Cubas Ebenen von drei Gebirgen durchzogen werden. Der höchste Gipfel ist der Pico Turquino mit 1974 m. Der Berg im Parque Nacional Turquino gelegene Berg bietet sich besonders an, wobei das schwülheiße Klima einen Großteil zur Herausforderung beiträgt. Die Pflanzenwelt Cubas ist beeindruckend vielfältig: Von den unglaublichen 8000 unterschiedlichen Pflanzenarten kommen ca. die Hälfte allein auf Cuba vor. Neben Pinien, Mangroven und Blumen jeglicher Art, die sehr schön in den botanischen Gärten präsentiert sind, ist besonders das Wahrzeichen Cubas hervorzuheben: die Königspalme. Diese Palme wird bis zu 40 Meter hoch und ihre vielfältige Nutzbarkeit lässt sie sogar das Staatswappen Cubas zieren. Holz, Rinde oder Palmenwedel werden so u.a. zu Möbeln oder Dächern, aber oft auch einfach zu Hüten für den Marktverkauf. Doch auch die Tierwelt Cubas hat Außergewöhnliches zu bieten. So können riesige Fledermausschwärme vieler Arten in den zahlreichen Höhlen Cubas idealen Unterschlupf finden. Auch ist die Vogelvielfalt mit über 400 Arten enorm, Flamingos und Kanarienvögel zeigen dabei die größte Farbenpracht. Zudem gibt es viele Reptilienarten, sogar Krokodile und Riesenschildkröten können vereinzelt an Stränden und Sümpfen beobachtet werden, auch wenn deren Anzahl durch ihr als Delikatesse geltendes Fleisch stark verringert worden ist. Die wenigen Schlangen auf Cuba sind allesamt ungiftig. Auch die vielseitige Insektenwelt kann stolze 185 Schmetterlingsarten für sich behaupten, in milden Tropennächten kann man mit Glück sogar Leuchtkäferschwärme funkeln sehen. Angler können von den vielen essbaren Fischarten profitieren, die bis zu 4 Meter langen Maline sind dabei besonders begehrt. Auch einige besonders exotische Tierarten, wie die Manatis, die zu den Sehkühen zählen, leben noch auf dieser Insel. Besonders sind dabei die Extrema: Die Insel Cuba beherbergt den kleinsten Frosch (cubanischer Zwergfrosch) und auch der kleinsten Vogel der Welt (Zunzunzito), das kleinste Säugetier der Welt (Almiqui) und die kleinste Feldermaus der Welt kann auf Cuba gesichtet werden. „Grüner Tourismus“ bietet sich bei den Landschaften auf Cuba an, jedoch wird dort mit dem Begriff recht frei umgegangen. Markierte Wanderwege, Karten und Campingplätze sind eher selten. Die Stadt Montemar ist Zentrum des Ökotourismus auf der Halbinsel Zapata. So kann man besonders hier Vogelbeobachtungen, Höhlentauchen oder Sumpfwanderungen unternehmen. Leider gibt es auch viel Umweltzerstörung auf Cuba. Viele Landschaften sind für Nickel- und Zementminen zerstört worden. Es wird viel Aufforstung betrieben, dennoch sind insbesondere tropische Edelhölzer auch heute noch sehr begehrt. Der Tourismus trägt seinen Teil bei und führt zu Straßenbau, Hotelanlagen und Überfischung. Etwa 200 Tier- und Pflanzenarten Cubas sind vor dem Aussterben bedroht. Auch wenn man hören kann, dass die Regierung nur sporadisch etwas gegen die Umweltprobleme Cubas tut, besteht auf Cuba eine umfassende Umweltschutzgesetzgebung. Es gibt 18 geschützte Naturreservate (davon 15 Nationalparks), wovon der Parque Nacional Alejandro de Humboldt der berühmteste ist und zum Weltkulturerbe gehört. |


Cuba wird nicht umsonst als „Grüne Insel“ betitelt: Selbst im Vergleich zu den anderen Antillen ist die Menge an Tier- und Pflanzenarten und beeindruckenden Landschaftsformen gewaltig. Dabei werden exotische Naturschönheiten in allen Farben und Formen geboten, von Fledermausschwärmen bis zu schillernden Korallenriffen.